Hitzige Debatten: Schülerforum in Trostberg
26. – 27. Januar 2015

306581_546357922057340_2122263534_nDas Thema Europa verliert weiterhin nicht an Bedeutung. Mit der Ukraine-Krise steht die EU vor einer massiven Herausforderung, deren Lösung auf sich Warten lässt. Ebenso im Fokus der Öffentlichkeit sind der Umgang mit Asylbewerbern in der EU oder das mangelnde Interesse von Jugendlichen an Politik. Über diese komplexen Themen diskutieren rund 60 Schülerinnen und Schüler der staatlichen Realschule in Trostberg im Rahmen des ersten Schülerforums des Europäischen Jugendparlaments in Deutschland (EJP) in 2015.

26. Januar. Ein Montag, wie jeder andere auch? Nicht für die Schülerinnen und Schüler der staatlichen Realschule Trostberg. Sie gehen zwar ganz normal in die Schule, aber vorne an der Tafel steht diesmal kein Lehrkörper. Es steht überhaupt keiner an der Tafel. Auch sie selber sind nicht da, wo sie sonst sind. Die Jugendlichen sitzen entweder verstreut im Raum oder in einem Stuhlkreis oder laufen mit verbundenen Augen durch den Raum. Angeleitet werden sie von einem Mitglied des EJP. Warum das Ganze?

Das EJP organisiert in Trostberg an der staatlichen Realschule eines von jährlich mehreren Schülerforen. Während der Veranstaltung arbeiten die Jugendlichen als Mitglieder eines Ausschusses, der sich mit einem aktuellen Thema auseinander setzt. Es wird fleißig diskutiert und dann letztendlich eine Beschlussempfehlung für das Europäische Jugendparlament ausgearbeitet. Das Parlament wird am zweiten Tag des Schülerforums  in der so genannten Parlamentarischen Vollversammlung simuliert.

Bevor es heiß her geht, meistern die Ausschüsse auf dem Pausenhof während des Teambuildings oder im Klassenzimmer bei der Ausschussarbeit einige Herausforderungen. Diese sind nur in der Gruppe zu bestehen, was alle zusammenschweißt und die zwei Tage zu einem richtigen Erlebnis machen. Denn es ist kein trockener Unterricht, sondern eine spannende Simulation und wird durch solche spielerischen Herausforderungen immer wieder aufgelockert. In dieser einmaligen Atmosphäre hat jeder die Möglichkeit, seine Meinung zu äußern. Auch werden bei der Diskussion der verschiedenen Beschlussempfehlungen in der Parlamentarischen Vollversammlung am zweiten Tag kritische Töne zu hören sein. Natürlich gemäß der geltenden Gesprächskultur.

Über das Projekt “Das EJP in der Schule”

Politik greifbar machen, Jugendliche aus ganz Europa für die europäische Idee begeistern und neue Lösungsansätze erarbeiten – das sind nur einige Ziele des Europäischen Jugendparlaments, die allerdings nicht nur auf internationaler Ebene umgesetzt werden sollen. Um noch mehr Schülerinnen und Schüler vor allem auch von den verschiedenen Schulformen Deutschlands zu erreichen, wurde daher 2010 das Projekt „Das EJP in der Schule“ ins Leben gerufen.

Das EJP veranstaltet jährlich etwa acht Schülerforen, bei denen den Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet wird, in parlamentarische Entscheidungsprozesse hinein zu schnuppern und sich anschließend auch weiterhin im EJP zu engagieren. Das wachsende Interesse der Schulen bestätigt uns in unserem Vorhaben auch zukünftig politische Bildung besonders in diesem und anderen Formaten an Schulen durchzuführen.

Das Schülerforum in Trostberg wurde ermöglicht durch eine Förderung der Schwarzkopf-Stiftung „Junges Europa“ und der Stiftung Mercator.

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