Schülerforen

Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Projekt der Schülerforen interessieren! Neben unseren internationalen Veranstaltungen und dem jährlichen Jugendwettbewerb, möchten wir vom EJP gerne noch mehr Jugendliche in Deutschland erreichen und für die europäische Idee begeistern. Einerseits führen wir dafür so genannte Schülerforen in Eigenregie unter dem Namen „Das EJP in der Schule“ durch, wobei es sich um zwei- bis dreitägige Parlamentssimulationen in deutscher Sprache handelt, die von den ehrenamtlichen Moderatorinnen und Moderatoren des EJP direkt in Schulen durchgeführt werden.

Zudem organisieren wir für in den Jahren 2016/2017 mehrere Schülerforen im Auftrag der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland. Diese werden an berufsbildenden Schulen in ost- und norddeutschen Bundesländern stattfinden und inhaltlich die aktuellen politischen Prioritäten der Juncker-Kommission behandeln. Für die Schülerforen der Kommission besteht leider keine Möglichkeit der Bewerbung über das EJP, da diese über die lokalen Europa Direkt Informationszentren abläuft.

Deshalb möchten wir Ihnen auf dieser Seite einen Überblick über das allgemeine Konzept geben und erklären, wie Schulen sich für „Das EJP in der Schule“ bewerben können.

„Das EJP in der Schule“ – Programmablauf

Wie alle unsere Veranstaltungen unterteilen sich die Schulveranstaltungen in drei Abschnitte. Angeleitet durch erfahrene Moderatoren des EJP steht mit dem so genannten Teambuilding am Anfang der Sitzung ein gruppendynamisches Kommunikationstraining. Es trägt mit seinem dazu bei den Austausch zwischen den Schülerinnen und Schülern zu fördern sowie eine angenehme und konstruktive Atmosphäre herzustellen.

Daran schließt sich die Ausschussarbeit an, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, angeleitet durch die Moderatorinnen und Moderatoren im Studentenalter, Inhalte eines auf sie zugeschnittenen aktuellen europapolitischen Themas erarbeiten. Statt der Wiedergabe existierender Meinungen ist die Entwicklung eigener Visionen und Ideen Mittelpunkt der Ausschussarbeit. Um einen guten Einstieg zu ermöglichen, stellen die Moderatoren im Vorfeld Informationsmaterialien zusammen, als Ergebnis steht am Ende eine selbst erarbeitete Resolution.

Asschussarbeit während des Schülerforums in MarneDie parlamentarische Vollversammlung ist dann der Höhepunkt des Schülerforums. Hier bekommen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Möglichkeit die Ergebnisse ihrer vorangegangenen Diskussionen vorzustellen, sondern verteidigen diese auch gegen die Kritik anderer Ausschüsse. Dabei vertreten sie ihre eigene Meinung gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern und erleben wie schwierig, aber auch wie zufriedenstellend und gewinnbringend ein solcher Willensbildungsprozess verlaufen kann.

„Das EJP in der Schule“ – Zielgruppe

Das Ziel der Schulveranstaltungen liegt darin, bundesweit möglichst vielen Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe für europapolitische Themen zu sensibilisieren. Dabei sollen komplexe Themen verständlich gemacht werden, sodass sie durch die Schülerinnen und Schüler diskutiert werden können.

Das EJP kooperiert grundsätzlich mit mehreren Schulen vor Ort, damit in jeder Region möglichst viele Schülerinnen und Schüler verschiedenster Schulformen zusammen gebracht werden. Die Öffnung des Projekts für alle Schulformen, unabhängig von ihrer geographischen Lage oder dem sozio-ökonomischen Hintergrund hat für das EJP größte Wichtigkeit – wir möchten die Grenzen der Schulformen verwischen. Daher sprechen wir insbesondere solche Schülerinnen und Schüler an, die wir bisher beispielsweise mit unserem Jugendwettbewerb eher nicht erreichen konnten.

„Das EJP in der Schule“ – Ergebnisse unserer Arbeit

Parlamentarische Vollversammlung auf dem Schülerforum in MarneAls informelles Bildungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche, steht bei unseren Veranstaltungen der Austausch und die Debatte im Vordergrund. Dank der gemischten Ausschüsse mit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen erleben wir immer wieder vielseitige und intensive Diskussionen, die neue Perspektiven auf allseits bekannte politische Themen eröffnen.

Durch eine systematische Vorbereitung auf die Themen der Veranstaltung zeigen sowohl die inhaltlichen Diskussionen in den Ausschüssen, als auch die Thesenpapiere ein gutes Sachverständnis in einem häufig vollkommen unterrichtsfremden Themenbereich. So haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich mit Fragestellungen auseinanderzusetzen, die ihnen in ihrem gewöhnlichen Umfeld selten begegnen. Auf diese Weise eignen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer neues Wissen an und erleben Politik hautnah. Neben der Debatte erleben viele Jugendliche bei unseren Veranstaltungen zum allerersten Mal persönlich einen demokratischen Entscheidungsprozess und halten eine eigene Rede vor dem Plenum der parlamentarischen Vollversammlung.

Wir möchten außerdem gerne ein Sprungbrett nach Europa sein. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern steht deshalb die Möglichkeit offen, sich weiter beim EJP zu engagieren und an einer Sitzung in Deutschland oder einer der über 600 Veranstaltungen in ganz Europa teilzunehmen. Damit dies nicht an finanziellen Hürden scheitert, geben wir gerne Hilfestellungen an die Hand, welche Möglichkeiten der lokalen Einwerbung von Unterstützungsmitteln es gibt.

„Das EJP in der Schule“ – Voraussetzungen

Grundsätzlich steht unser Programm allen Schulformen offen, besonders zur Bewerbung ermutigen möchten wir aber berufsbildende Schulen sowie Schulen in geographisch abgelegenen Regionen. Soweit wir für die Veranstaltung eine externe Finanzierung finden können, entstehen den Schulen keine Kosten, wir sind bei der Planung und Durchführung aber auf ihre Kooperation angewiesen, insbesondere bei der Nutzung von Räumlichkeiten. Gerne beantworten wir Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch.

Anfragen können Sie über das unten stehende Kontaktformular an uns richten. Sollte das Formular aus technischen Gründen nicht funktionieren, können Sie jederzeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Europäischen Jugendparlaments in Kontakt treten. Diese stehen Ihnen selbstverständlich auch für Rückfragen zur Verfügung.

In der Vergangenheit erhielten wir für das Projekt „Das EJP in der Schule“ Unterstützung der Stiftung Mercator, der Deutschen Telekom AG und kooperierten überdies mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa. Da sich die Schülerforen aktuell jedoch ausschließlich aus lokalem Fundraising finanzieren, sind unsere Kapazitäten leider eingeschränkt. Wir bitten Sie daher um Verständnis, wenn wir nicht alle Anfragen annehmen können.

„Das EJP in der Schule“ – Kontaktaufnahme

Büro des Europäischen Jugendparlaments

via E-Mail: info@nulleyp.de     Betreff: Das EJP in der Schule

per Telefon: 030 / 2 80 95-155 (Montags – Freitags 10:00 – 16:30 Uhr)