2. Deutsch-französisches Forum (18. – 22.11.2009)
Saarbrücken und Strasbourg

Anlässlich des 60. Geburtstags des Europarats organisiert das Europäische Jugendparlament ein grenzüberschreitendes Forum in Deutschland und Frankreich. Vom 18. bis 22. November 2009 erwarten wir rund 80 Jugendliche aus ganz Europa, um gemeinsam aktuelle europapolitische Fragen zu diskutieren und die kulturelle Vielfalt Europas kennenzulernen.
Maud de Boer-Buquicchio, stellvertretende Generalsekretärin des Europarats, hat die Schirmherrschaft der Sitzung übernommen. Das internationale Forum beginnt in Saarbrücken und endet mit der parlamentarischen Vollversammlung im Europapalast in Strasbourg, dem Hauptsitz des Europarates. Diese Plenardebatte bildet den Höhepunkt der Sitzung. Die TeilnehmerInnen debattieren nach den Regeln des Europäischen Parlaments ihre erarbeiteten Resolutionen und üben sich in der sachlichen Auseinandersetzung mit anderen Meinungen und Standpunkten.
Force and Future : Human Rights in Europe
Ein Grundprinzip des Europarats ist die Erhaltung und Durchsetzung der Menschenrechts-Charta. Denn trotz vieler Fortschritte im 20. Jahrhundert, werden Menschenrechte auch in Europa verletzt. Ziel der Sitzung ist es, die Jugendlichen für die elementare Bedeutung der Menschrechte sowie aktuelle Missstände zu sensibilisieren. In international gemischten Gruppen diskutieren sie einzelne Aspekte der Thematik, die Minderheitenrechte ebenso einschließen wie Folter und Bekämpfung von Rassismus.

Die verschiedenen Herkunftsländer der Jugendlichen sind hierbei eine besondere Bereicherung: Die Jugendlichen tauschen sich über persönliche Erfahrungen mit Menschenrechtsverletzungen in ihrer Heimat aus, erarbeiten sich gemeinsame Standpunkte und werden sich dabei ihrer Verantwortung für die Zukunft Europas bewusst.
Die grenzüberschreitende Sitzung soll nicht nur symbolisch kulturelle und nationale Grenzen aufheben, sondern einen Beitrag zur Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Identität leisten.
Ablauf und Programm der Sitzung
Das Forum gliedert sich in drei Abschnitte: Teambuilding, Ausschussarbeit und parlamentarische Vollversammlung.
Gegenseitiges Vertrauen, gemeinsame Motivation und das Erkennen von Stärken und Schwächen sind Grundlagen eines erfolgreich arbeitenden Teams. Teamarbeit ist eine große Herausforderung. Daher steht am Anfang dieser Sitzung ein eintägiges gruppendynamisches Kommunikationstraining (Teambuilding). Durch spielerische Aufgaben entwickeln die Jugendliche Grundlagen und eigene Regeln für die Zusammenarbeit in einem internationalen Team.
In der anschließenden Ausschussarbeit (Committee Work) setzen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit aktuellen europapolitischen Themen auseinander und tragen die Ergebnisse ihrer Diskussionen in einer auf Englisch abgefassten Resolution zusammen. Statt der Wiedergabe bekannter Positionen und gesellschaftlich gängiger Meinungen zum Thema steht die Entwicklung eigener Visionen, Ideen und Konzepte im Mittelpunkt.
Am 19. November wird in Saarbrücken die feierliche Eröffnungszeremonie der Sitzung stattfinden, zu der wir politische Entscheidungsträger aus der Region einladen werden. In einer anschließenden Podiumsdiskussion sollen SpezialistInnen und MeinungsführerInnen zur Situation der Menschenrechte in Europa den Jugendlichen die Tragweite und Bedeutung des Themas bewusst machen. Wir wollen den Jugendlichen dadurch einen fundierten Einstieg in die Ausschussarbeit ermöglichen.
Am 20. November werden die einzelnen Ausschüsse die Möglichkeit haben, ihre erarbeiteten Standpunkte mit ausgewählten und renommierten ExpertInnen zu diskutieren. Dieses Treffen soll den Jugendlichen einen direkten Dialog mit ExpertInnen aus dem spezifischen Feld bieten.
Bevor die Teilnehmer am 21. November in der parlamentarischen Vollversammlung ihre Resolutionen vorstellen werden, laden wir erneut politische EntscheidungsträgerInnen und WissenschaftlerInnen ein, den Jugendlichen in Keynotes ihre Vision über die Zukunft der Menschenrechte darzustellen.
Während der sogenannten General Assembly erörtern die Jugendlichen ihre erarbeiteten Resolutionen in einer offenen, auf Englisch geführten Debatte. Jeder Ausschuss verteidigt dabei seine jeweilig erarbeiteten Positionen mit dem Ziel einer abschließenden Verabschiedung der eigenen Resolution. Diese werden im Anschluss an unsere Veranstaltungen an namhafte Vertreter aus der Politik, wie dem Präsidenten des Europäischen Parlaments Hans-Gert Pöttering, übergeben.
Bei Fragen zu Idee, Konzept, Ablauf und Teilnahmemöglichkeiten sowie für alle weiteren Informationen steht Ihnen die Hauptorganisatorin Alexandra Posner gerne zur Verfügung.
English 




















I was wondering if it is still possible to apply to the forum ??
Thank you very much
Chloé Farand ( France)
Dear Sir or Madam,
I am fascinated about the second German-French Forum in November and I would like to participate in it. Is it still possible to apply? At the moment, I am part of the youth in action program as a volunteer in Poland and I am sure that the forum would all the more be interesting for me,
thank you very much,
Johanna Schnier